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Geschichte des chemischen Dienstes von der Gründung der NVA 1956 bis 1960

Strukturelle Maßnahmen

1956 Mit der Schaffung der NVA Umbenennung des Schutzdienstes in Chemische Dienste
1957 Einsatz von Schutzdienstoffizieren in den Grenzbrigaden und Grenzbereitschaften
Aufstellung einer Chemischen Gruppe in den Grenzbereitschaften
1958 Aufstellung eines Chemischen Zuges in der schweren Grenzabteilung der Brigaden
01.05.1958 Aufstellung der Chemischen Kompanie 5 in FÜNFEICHEN
26.11.1958 Verlegung der Chemischen Kompanie 5 nach PASEWALK
01.12.1958 Aufstellung der Chemischen Kompanie 3 in WEIMAR
1959 Bildung des Lehrstuhls Schutzausbildung an der Militärakademie "Friedrich Engels" unter Leitung von Major Stöhr
1960 Einsatz eines CChD im Kommando LSK/LV (Hptm Zech)

Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung

1956 Bau der Schutzgärten mit folgenden Elementen:
  • Platz zum Anlegen der PSA
  • Sandkasten zur Führung der chemischen Aufklärung
  • Überdecktes Grabensystem zum Training des Verhaltens bei chemischen Überfällen durch den Gegner
  • Platz zum Anfertigen von Matten zum Überwinden von vergifteten Abschnitten
  • Platz zum Erkennen chemischer Kampfstoffe im Gelände
1957 1. Lehrgang für Schutzoffiziere der Grenzpolizei in BAUTZEN
31.05.1957 Direktive 14/57 des Ministers für Nationale Verteidigung "Durchführung der Schutzausbildung bei Nacht"
08.06.1957 Direktive 17/57 des Ministers für Nationale Verteidigung
"Verbesserung der Organisation und Durchführung des Schutzes vor Kernwaffen und der chemischen Abwehr in der Nationalen Volksarmee"
1958 Bildung von nichtstrukturmäßigen chemischen Gruppen in den Stäben und Einheiten der Grenzpolizei
Erarbeitung der ersten Berechnungsgrundlage für Kernwaffendetonationen (Nomogramm "Jawa")
1959 Erscheinen der 1. Auflage des Buches "Kernstrahlungsmeßgeräte" von K. Langhans
Die ersten zwei Offiziere (Hptm Conrad, Hptm Böhme) schließen erfolgreich ihr Studium an der Militärakademie für chemischen Schutz in MOSKAU ab

Konsultationen

30.03. - 20.04.1960 Besuch einer sowjetischen Militärdelegation unter Leitung von OSL Ing. Tschetschotkin bei der Erprobungsstelle des Chemischen Dienstes in STORKOW
03.10. - 17.10.1960 Vergleichserprobung zwischen fahrbaren chemischen Laboren der Tschechoslowakischen Volksarmee und der Nationalen Volksarmee in der CSR

Einführung/Nutzung von Technik und Ausrüstung

1956 Einführung der Schutzmaske SchM-MO-4U
1957 Tragkraftspritze TS-8
1957 - 1961 Kernstrahlungsmeßgeräte zur:
  1. Kernstrahlungsaufklärung DP-1 A, DP-1 B, DP-2, IH-2
  2. Kernstrahlungskontrolle DP-11, DP-12
  3. Dosimetrie DP-21 A, DP-23 A, C-2
1958

Fahrbare Duschanlage DA-2

Erstes spezifisches Aufklärungsfahrzeug SPW 40 Ch

1960 Radiologisches Labor auf zwei Spezial-Kfz vom Typ G 5
Duschanlage DA-2 S
Absorptionsfilter FP-100, Vorfilter PF-300
Biochemischer Nachweissatz
Entgiftungspäckchen 60, Chemischer Ausbildungssatz CAS-60
Kernstrahlungsmeßgeräte RAM 60 und RAM 60 A
Geräte zur Spezialbehandlung S-4 und S-6 auf LKW vom Typ G 5
Bordentgiftungsanlage OW-60 wird auf dem Räumboot "Schwalbe" in Betrieb genommen

Einführung/in Kraftsetzung von Vorschriften

Datum/Jahr Titel Bezeichnung neue alte
? Die Kampfeigenschaften der Atomwaffe und die Mittel des Atomschutzes   DV-50/5
? Entgiften und Entseuchen von Bekleidung mit der AGW-3 und BU-4   DV-46/4
? Das Geländeentgiftungsfahrzeug GEW-2   DV-46/20
1956 Die Atomwaffe und die Handlungen bei ihrem Einsatz / Lehrbuch für den praktischen Dienst -Entwurf-   DV-50/4
01.05.1958 Gift-, Rauch- und Nebelmittel (Übersetzung aus dem Russischen)   DV-66/7
01.11.1958 Anleitung für die Schutzausbildung   DV-66/8
1958 Die persönlichen Schutzmittel   DV-66/9
01.02.1959 Das tragbare chemische Feldlabor PChL-54   DV-46/3
1959 Normen für die Schutzausbildung aller Waffengattungen   DV-66/5
1959 Handbuch des Unteroffiziers für die Schutzausbildung   DV-66/6
1960 Ladegerät VA H 651 / Beschreibung und Nutzung A 053/1/409 DV-46/16